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Über uns

Über uns 2017-03-23T14:01:34+00:00

Wer wir sind

Wir sind Menschen, die psychisch kranke Familienmitglieder oder Freunde haben. Wir sind Eheleute, Lebenspartner_innen, Eltern, Kinder oder Geschwister. Wir sind ein stetig wachsender Teil unserer Gesellschaft. 1993 wurde unser Landesverband von einer hand voll Angehöriger in Wismar gegründet. Seit 1997 sind wir mit unserer Geschäftsstelle im Gemeinsamen Haus in Rostock ansässig. Unser Landesverband der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Angehörigen von Menschen mit einer psychischen Erkrankung verschiedene Formen der Unterstützung und Entlastung anbietet.

Wir verstehen uns dabei als Selbsthilfeorganisation, d.h. mit unseren Angeboten wollen wir einen Beitrag leisten, die Hilfe zur Selbsthilfe unserer Mitglieder und Ratsuchender zu fördern.

Leidet ein Mensch an einer psychischen Störung, ist nicht nur er, sondern auch sein familiäres Umfeld von den Symptomen und Ausprägungen dieser Störung betroffen. Während der psychisch kranke Mensch selbst einen Anspruch auf eine ärztliche Behandlung oder Therapie hat, bleiben die Angehörigen häufig außen vor. Dabei leiden sie als nahestehende Angehörige oder Freunde ebenso unter der Erkrankung.

Die Selbsthilfebewegung der Angehörigen psychisch kranker Menschen hat sich in drei Ebenen organisiert.

Eine Ebene bilden die lokalen und regionalen Selbsthilfegruppen, in denen Angehörige vor Ort Hilfe und Entlastung erfahren können. Die zweite Ebene bilden wir  – als Landesorganisation der Selbsthilfe Angehöriger psychisch Kranker. Wir, der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V. (LApK M-V e.V.) setzen uns aus einzelnen Mitgliedern, dem ehrenamtlichen Vorstand, einem Beirat und einem Koordinator zusammen.
Wir sind Anlaufstelle für Angehörige, vermitteln in Selbsthilfegruppen, leisten Aufklärungsarbeit und übernehmen wichtige Aufgaben auf Landesebene.

Als Landesverband sind wir in Deutschland nicht allein. In jedem Bundesland existieren Landesverbände von Angehörigen psychisch kranker Menschen. Diesen übergeordnet, sozusagen als Dachorganisation, haben wir einen Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker. Dieser wurde am 8. Juni 1985 gegründet und setzt sich gemeinsam mit den Landesverbänden auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen für die Verbesserung der Situation psychisch kranker Menschen und ihrer Familien ein.

Was wir wollen

Als Selbsthilfeorganisation auf Landesebene für Angehörige von psychisch erkrankten Menschen in Mecklenburg-Vorpommern verfolgen wir viele Ziele:

  • Aktivierung der Selbsthilfekräfte der Familien durch Angehörigengruppen auf örtlicher Ebene und Aufklärung über rechtliche und gesundheitliche Probleme sowie Behandlungsmethoden.

  • umfassende Beteiligung/ Einbeziehung der Angehörigen bei der Behandlung und Bewältigung psychischer Störungen

  • Verbesserung der psychiatrischen und sozialpsychiatrischen Behandlungsangebote

  • Förderung der Zusammenarbeit von Angehörigen und allen in der Psychiatrie Tätigen

  • Informationen über Hilfsangebote und Rechte

  • Einflussnahme auf Politik, Verwaltung und Sozialversicherung

  • Aufklärung der Gesellschaft über die Situation der Familien

  • Beratung von kommunalen Gebietskörperschaften, Trägern, Institutionen und Diensten im Hinblick auf die Ausrichtung psychiatrischer Angebote

  • Auseinandersetzung mit Missständen bei der Behandlung von psychisch kranken und behinderten Menschen

Was wir tun

Unsere Angebote reichen vom Erfahrungsaustausch als niedrigstschwelliges Informationsangebot, über psychologische/ systemische Beratung bis hin zur Unterstützung und Begleitung von Selbsthilfegruppen. Wir engagieren uns in landesweiten Arbeitskreisen, Verbünden und Besuchskommissionen. Unsere Aufgaben- und Tätigkeitsfelder sind weitreichend und vielfältig. So versuchen wir, den Erfordernissen vieler Angehöriger psychisch kranker Menschen möglichst gerecht zu werden. Zusammengefasst lassen sie sich in drei Säulen unterscheiden, die wir Ihnen nachfolgend näher vorstellen möchten:

Erste Säule: Entlastungsangebote

  • Information

    Grundlegender Auftrag unserer Arbeit: informieren. Als Selbsthilfeorganisation zählt unabhängige Information zu unseren wichtigsten Instrumenten. Wir informieren über psychische Störungen, ihre Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und psychiatrische/ sozialpsychiatrische Hilfsangebote in der Region.

  • Beratung

    Neben der reinen Information zu Störungsbildern, ihren Ursachen und Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten beraten wir Angehörige und Freunde im Umgang mit ihren psychisch beeinträchtigten Familienmitgliedern. In vielen Familien ergeben sich Konflikte aufgrund ungleicher Vorstellungen über den Umgang mit der psychischen Störung, wegen unterschiedlicher Wertvorstellungen oder aufgrund verschiedener Bewältigungsstrategien des psychisch beeinträchtigten Menschen und seinen Angehörigen/ Freunden. Im Rahmen der psychiatrischen/sozialpsychiatrischen Versorgung erhalten Angehörige oftmals keine oder nur wenig Unterstützung. Mit den Methoden und Grundsätzen der systemischen Beratung wollen wir den Blick in die Zukunft richten und Angehörige psychisch beeinträchtigter Menschen darin unterstützen, ihre gegenwärtige Situation und ihre Zukunft lösungsorientiert zu betrachten und neue Strategien zu entwickeln.

  • Förderung von Selbsthilfegruppen

    Selbsthilfe klärt auf, informiert, vernetzt, fördert den Erfahrungsaustausch, stärkt das Selbstvertrauen und unterstützt bei der Bewältigung psychischer Krankheiten. Selbsthilfegruppen sind das niedrigstschwellige Angebot, dass die psychiatrische Versorgung zu bieten hat. Wir beraten und begleiten Angehörige, Kliniken, ambulante Einrichtungen oder Selbsthilfekontaktstellen, die eine Selbsthilfegruppe gründen möchten oder helfen bei der Übernahme einer bestehenden Gruppe. Wir stehen den Selbsthilfegruppen als Ansprechpartner zur Verfügung, wenn Fragen oder Probleme nicht direkt in den Gruppen beantwortet/geklärt werden können. Wir unterstützen bei Bedarf bei der Beantragung von finanzieller Unterstützung.

    Wir unterstützen Selbsthilfegruppen mit Informationsmaterial, wir fertigen Flyer an, veröffentlichen Gruppentreffen auf unserer Homepage. Darüber hinaus stellen wir unseren Gruppen eine E-Mail-Adresse unseres Verbandes, sowie die Logos unseres Verbandes zur Nutzung zur Verfügung.

  • Fachbibliothek

    Getreu unserem Motto „Die Bewältigung einer Krankheit beginnt mit einem Buch“, haben wir eine eigene Bibliothek aufgebaut, die Mitgliedern unseres Verbandes zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung steht. Der Bestand enthält Bücher und DVD´s zu den verschiedenen Krankheitsbildern und ermöglicht so eine umfassende Information. Ein wichtiger Schritt zur Bewältigung der mit der psychischen Erkrankung einhergehenden Probleme und Veränderungen in der Familie, im Freundeskreis oder im beruflichen Umfeld. Wir haben die Bibliothek eingerichtet, da öffentliche oder wissenschaftliche Bibliotheken wenig Bücher, Zeitschriften oder Filme im Bestand haben, die sich mit psychischen Störungen auseinandersetzen. Die private Beschaffung entsprechender Literatur ist zudem sehr kostenintensiv und daher nur eingeschränkt möglich. Die Ausleihe ist bequem per E-Mail, Telefon oder persönlich vor Ort möglich. Der Bestand wird kontinuierlich ausgebaut und um neue Literatur erweitert. Wir sind in diesem Zusammenhang natürlich auch offen für Anschaffungsvorschläge.

Zweite Säule: Interessenvertretung

  • Kliniken

  • ambulante Einrichtungen

  • niedergelassenen Therapeut_innen

  • Integrationsförderrat M-V

    Seit 2004 gehören wir dem Integrationsförderrat M-V an, einem bundesweit einzigartigen Gremium, dass die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern in allen Fragen der Teilhabe und Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen berät. Seit 2015 ist unser Geschäftsführer Martin Jantzen ehrenamtlicher erster Vorsitzender des Integrationsförderrates. Seit 2016 gehören auch unsere Vorstandsmitglieder Ulrike Schob und Waltraut Hoppe diesem Rat an. Gemeinsam setzen wir uns für die Berücksichtigung der Belange und Interessen psychisch beeinträchtigter Menschen und ihrer Angehörigen ein.

  • Besuchskommissionen

    Auf der Grundlage des PsychischKrankengesetzes M-V (PsychKG M-V) werden von den Landkreisen und kreisfreien Städten in Mecklenburg-Vorpommern Besuchskommissionen gebildet. Sie stellen ein für die Dauer von zwei Jahren gewähltes Gremium dar, dass mindestens einmal im Jahr die psychiatrischen Einrichtungen im Versorgungsgebiet besucht und überprüft, in denen Menschen gemäß PsychKG untergebracht sind. Mitglieder der Besuchskommission sind ein Arzt für Psychiatrie, ein Richter, ein Sozialarbeiter des im Zuständigkeitsbereich der besuchten Einrichtung liegenden Sozialpsychiatrischen Dienstes, ein Bürger ohne Fachkunde sowie ein Vertreter des Interessenverbandes der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker. Die Aufgabe der Besuchskommission ist, zu überprüfen, ob die Einrichtungen ihren Aufgaben im Rahmen der Unterbringung psychisch kranker Menschen nachkommen und die Rechte der untergebrachten gewahrt bleiben. Die Mitglieder der Besuchskommission sind keinen Weisungen gebunden und haben Gelegenheit, mit Betroffenen zu sprechen, Wünsche und Beschwerden entgegen zu nehmen. Im Anschluss an den Besuch einer Einrichtung fertigt die Kommission einen Bericht an, der dem Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern zugesandt wird und das im Zweijahres-Rhythmus den Landtag informiert.

Dritte Säule: Öffentlichkeitsarbeit

  • Aufklärungsarbeit

  • Veranstaltungen

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